Nicholas erzählt seine eigene Geschichte so: Er wurde in einem Einzimmerhaus geboren, in dem seine ganze Familie zusammen schlief – Vater, Mutter, alle Kinder. Manchmal habe es nicht einmal für alle ein Bett gegeben, sagt er, dann schliefen sie unter dem Bett. Aus dieser Kindheit, so schildert er es selbst, sei ein Vorsatz entstanden: Wenn er einmal Geld habe, wolle er Kindern helfen, die so leiden wie er damals gelitten habe.
Den Anstoß, diesen Vorsatz umzusetzen, gab nach Nicholas' Schilderung die Corona-Pandemie. Während des Lockdowns hätten Menschen in seiner Umgebung ohne Arbeit, ohne Geld und ohne Essen dagestanden. Er habe klein angefangen und Menschen mit Nahrungsmitteln unterstützt. Aus dieser Nothilfe sei die Idee einer festen Organisation gewachsen. Er habe sich mit seiner Frau an einen Tisch gesetzt, ihr von der Mission erzählt – und sie habe sich der Sache angeschlossen. Seitdem, sagt Nicholas, führen sie das Projekt gemeinsam.
Media, Nicholas' Frau, stammt nach seinen Worten aus dem Mitoma District. Er habe sie kennengelernt, als sie als Schulleiterin arbeitete. Gemeinsam hätten sie ein Haus gebaut, ein Kind bekommen und führen seither auch die Arbeit der Organisation zusammen. Nicholas beschreibt sie als sehr hart arbeitend. Ihre Freude drücken die beiden nach eigener Aussage oft durch Tanz aus – als Form der Geselligkeit, um Gefühle zu zeigen und um Besucher willkommen zu heißen.
Aus der anfänglichen Nothilfe ist nach Nicholas' Darstellung eine registrierte Nichtregierungsorganisation geworden, eingetragen im Rahmen von Programmen für Gemeindeentwicklung. Sein erklärtes Ziel: benachteiligte und schutzbedürftige Kinder mit Hilfe verschiedener Fachkräfte zu bilden, der Gemeinschaft beim Kampf gegen Armut und Analphabetismus zu helfen. Heute, sagt er, haben er und Media 50 Kinder um sich – darunter Kinder ohne beide Elternteile, Kinder ohne Eltern und Kinder aus armen Familien, die noch beide Eltern haben – und zusätzlich ihr eigenes Kind.
Was aus dieser Erzählung bleibt, ist vor allem Nicholas' eigene Formulierung seines Auftrags: Fürsprache für Kinder, und – wie er es nennt – "serving lives, creating smiles".
So haben wir es notiert
„I was born in a one room house where all the children and my father and my mother we were sleeping in one house and sometimes we sleep under the bed. I grew up with a mission that when I grow up and I have money, I will support people children who are suffering like as I was suffering.“
Nicholas (Gründer, Managing Director), Media (seine Frau)
Was bleibt
Nicholas' eigene Kindheitserfahrung von Armut wurde für ihn zum Antrieb, anderen Kindern zu helfen – eine persönliche Motivation, kein allgemeingültiger Weg aus der Armut.
